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Anwendungsrichtlinien · Lesezeit 4 Minuten
AnwendungsrichtlinienInhalt geprüft

Richtlinien zur Barcode-Platzierung: eben, fern von Falzkanten und Nähten

Das Platzierungsproblem ist die am häufigsten übersehene Ursache für Lesefehler. So standardkonform der Code auch gedruckt ist – auf einer gewölbten Fläche oder einer Falzkante lässt er sich ebenso wenig scannen.

Zusammenfassung:Dieser Artikel erläutert die empfohlene Platzierung des Barcodes auf der Verpackung, die zu vermeidenden Bereiche (gewölbte Flächen, Falzkanten, Nähte, Versiegelungen), die Beziehung zwischen Ruhezone und umgebenden Grafiken sowie die Handhabung bei mehrseitigen und unregelmäßig geformten Verpackungen.
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Grundprinzip: eben und flach auslesbar

Der Barcode sollte auf der Verkaufsverpackung des Produkts an einer möglichst ebenen und flach auslesbaren Position aufgedruckt werden. Denn der Scanner benötigt eine relativ ebene Reflexionsfläche, um die schwarzen und weißen Module zu erkennen. Jede Krümmung verändert die projizierte Breite der Module und führt zu Dekodierungsfehlern. Dies ist die häufigste Ursache für "sieht gut gedruckt aus, lässt sich aber einfach nicht scannen".

02

Zu vermeidende Bereiche

Zu vermeiden sind: Falzecken der Verpackung, Versiegelungslinien, Nähte sowie Positionen mit starker Wölbung (z. B. Schulter und Einschnürung von Flaschen). Gleichzeitig sind Bereiche zu vermeiden, die geknickt, gerieben, von Etiketten überdeckt oder durch langfristige Feuchtigkeit verformt werden könnten. Wenn das Produkt eine äußere Verpackungsschachtel und einen inneren Verpackungsbeutel hat, ist der Aufdruck vorrangig auf der äußeren flach auslegbaren Fläche anzubringen.

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Ruhezone und umgebende Muster

Links und rechts des Barcodes muss eine ausreichend breite Ruhezone (Freiraum) erhalten bleiben. In der Ruhezone dürfen sich keinerlei Druckmuster, Texte oder Linien befinden. Dies ist eine zwingende Anforderung – eine unzureichende Ruhezone verhindert, dass der Decoder die Start- und Endposition des Symbols bestimmen kann, was direkt zu Lesefehlern führt. Ein häufiger Designfehler besteht darin, dass dekorative Linien, Rahmen oder Farbblöcke in die Ruhezone hineinreichen.

04

Mehrflächige und unregelmäßig geformte Verpackungen

Bei mehrflächigen Verpackungen wird empfohlen, den Barcode auf einer vollständigen ebenen Fläche zu platzieren und nicht über zwei Flächen oder Faltlinien hinweg. Bei unregelmäßig geformten Verpackungen (gewölbte Flaschen, flexible Beutel, Tuben) ist das übliche Vorgehen: die Position mit der geringsten Wölbung wählen oder ein lokal ebenes Etikett zur Aufnahme des Barcodes verwenden; bei Bedarf können zusätzliche Hilfsbarcodes hinzugefügt werden, um die Scanerfolgsrate zu erhöhen, wobei jedoch sicherzustellen ist, dass die Position des Hauptcodes weiterhin den Vorschriften entspricht.

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Verifizierung vor der Listung

Vor dem Massendruck sollten Musterdrucke mit Scan-Geräten getestet werden, die den Zielkanälen entsprechen: jeweils mehrere Scans frontal, im schrägen Winkel und in Bewegung. Dieser Schritt kann positionsbezogene Leseprobleme aufdecken und ist äußerst kostengünstig – im Vergleich dazu, wenn erst nach Ankunft der gesamten Ware im Lager festgestellt wird, dass sie nicht scannbar ist, unterscheiden sich die Kosten um Größenordnungen.

Überblick über die wichtigsten Punkte

Wichtige Schlussfolgerungen, die direkt übernommen werden können.

Punkt 01

Ebenheit ist das oberste Prinzip

Krümmungen und Falzecken verändern die projizierte Modulbreite und führen zu Dekodierungsfehlern.

Punkt 02

Falzecken, Nähte und Versiegelungen vermeiden

Gleichzeitig Bereiche mit Reibung, Druckbelastung und Feuchtigkeitsanfälligkeit vermeiden.

Punkt 03

Die Ruhezone darf keinerlei Muster enthalten

Eine unzureichende Ruhezone ist der häufigste Designfehler.

Punkt 04

Für unregelmäßig geformte Verpackungen gibt es separate Lösungen

Die Position mit der geringsten Wölbung wählen oder ein lokal ebenes Etikett zur Aufnahme verwenden.

Datenabgleich

Position / BereichEmpfohlen oder nichtErläuterung
Glatte Hauptfläche der VerkaufsverpackungEmpfohlenFür flaches Lesen geeignet
Faltkanten / Knicklinien der VerpackungNicht empfohlenKrümmung verursacht Verzerrung der Modulprojektion
Siegelnaht und NahtstellenNicht empfohlenOberfläche uneben und leicht verformbar
Gewölbte Schulter des FlaschenkörpersNicht empfohlenStarke Wölbung, hohe Fehlerquote beim Lesen
Reflexionsbereich glänzender BauteileNicht empfohlenSpiegelreflexion beeinträchtigt das Lesen
Flache Fläche auf der Rückseite der VerpackungVerwendbarBei unzureichendem Platz auf der Vorderseite ist die Rückseite eine übliche Alternative

Abbildung

Die Position beeinflusst die Erfolgsquote beim Lesen

Die Position beeinflusst die Erfolgsquote beim LesenEchte Codierungsdarstellung
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Das Beispiel zeigt die EAN-13-Form. Die tatsächliche Platzierung muss gewölbte, Naht- und Faltbereiche vermeiden.

Erläuterung der Fachbegriffe

Die in diesem Artikel behandelten Fachbegriffe.

Ruhezone

Der freizuhaltende Leerraum links und rechts des Barcode-Symbols, auf dem keine Muster gedruckt werden dürfen.

Modul

Das kleinste schwarz-weiße Element im Barcode, dessen Projektionsbreite die Grundlage für die Dekodierung bildet.

Mehrflächige Verpackung

Eine Verpackungsstruktur, die aus mehreren ebenen oder gekrümmten Flächen besteht, wie z. B. quaderförmige Schachteln oder unregelmäßig geformte Boxen.

Verwandte Fragen und Antworten

Kann der Barcode auf der Rückseite der Verpackung angebracht werden?+
Ja, sofern er flach aufliegt und gelesen werden kann sowie die Anforderungen an Ruhezone und Größe erfüllt sind. Einige Einzelhandelskanäle haben Präferenzen oder Vorgaben zur Barcode-Position; maßgeblich sind die Regeln des jeweiligen Kanals.
Muss bei einer gewölbten Flaschenoberfläche unbedingt ein Etikett verwendet werden?+
In der Regel ist das zuverlässiger. Der direkte Aufdruck auf eine gewölbte Fläche hat eine hohe Fehlerquote; üblich ist es, ein lokal ebenes Etikett zu verwenden oder die Stelle mit der geringsten Wölbung zu wählen.
Kann neben dem Barcode ein Werbeslogan platziert werden?+
Ja, aber es muss sichergestellt sein, dass sich in der Ruhezone keinerlei Druckinhalte befinden und der Slogan keine visuelle Störung des Barcodes verursacht.
Muss diese Angelegenheit unbedingt über einen Agenten abgewickelt werden?+
Nicht zwingend. Sie können sich direkt an die zuständige Mitgliedsorganisation wenden; der Mehrwert eines Agenten liegt in der Auswahl des Nummernbereichs, der Nummerngestaltung, der Prüfung der Unterlagen sowie der kontinuierlichen Verwaltung nachfolgender Änderungen und Verlängerungen. Ob Sie beauftragen, hängt von Ihrem Zeitaufwand ab.
Können die Zahlen im Inhalt direkt verwendet werden?+
Alle im Text genannten Barcodes sind Demonstrationsnummern, die nach den GS1-Regeln generiert wurden. Die Struktur ist gültig, sie gehören jedoch keinem Unternehmen. Verwenden Sie sie keinesfalls direkt für echte Produkte; offizielle Codes müssen aus dem durch die Registrierung erhaltenen Codesegment selbst zusammengestellt werden.
Wie lange dauert es, bis ein Ergebnis vorliegt?+
Die Bearbeitungszeiten der einzelnen Mitgliedsorganisationen sind unterschiedlich. Diese Website gibt keine unbestätigten Zusagen zu Bearbeitungstagen. Nach Einreichung Ihrer Anfrage stimmt der Codierungsberater die Meilensteine gemäß dem aktuellen Bearbeitungsstand mit Ihnen ab.

Autoritative Quellen und Erläuterungen

Der Inhalt dieses Artikels wurde auf Grundlage der folgenden öffentlichen Standards und institutionellen Vorgaben zusammengestellt und kann selbst überprüft werden.

Quelle 01

ISO/IEC Technisches Normensystem für Barcode-Symbole

Die Druckqualität, Abmessungen, Vergrößerungsfaktoren usw. von Barcode-Symbolen werden durch die ISO/IEC-Normenreihe festgelegt und sind die gemeinsame Grundlage für Druck- und Qualitätsprüfungsprozesse.

Quelle 02

GS1 General Specifications

GS1 ist die internationale Organisation, die das globale Produktcodierungssystem verwaltet. Ihre General Specifications legen die Codestrukturen von GTIN, GLN, SSCC usw., den Prüfziffernalgorithmus und die Anforderungen an den Symbol Druck fest.

Inhaltlicher Hinweis:Dieser Artikel ist eine allgemeine Erläuterung des Kodierungswissens und enthält keine konkreten Beträge, Tageszusagen oder Paragrafennummern; für die aktuellen Anforderungen bestimmter Märkte und Plattformen gelten die offiziellen Dokumente der jeweiligen Institutionen und Plattformen. Alle in diesem Artikel genannten Barcodes sind Demonstrationsnummern, die nach den GS1-Regeln generiert wurden, gehören keinem Unternehmen und dürfen nicht für echte Produkte verwendet werden.

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